Systemische Therapie

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Unabhängig davon, ob wir in einer Partnerschaft, in einer Familie oder ungebunden leben, wird unser Blick auf das Leben, unser Wertesystem und damit auch unser Handeln durch unsere Erfahrungen mit den Menschen aus unserer Umgebung gespeist.

Damit ist nicht nur die Herkunftsfamilie gemeint, sondern erweitert unser Freundeskreis sowie berufliche und gesellschaftliche Bedingungen. In der systemischen Therapie und Beratung betrachten wir nicht nur den Einzelnen oder das „Problem“, sondern ganzheitlich das Bezugssystem jeder einzelnen Person und die darin enthaltenen Beziehungsmuster.

Weiterhin gehen wir in dieser Therapieform davon aus, dass jedes Verhaltens-, Handlungs- und Beziehungsmuster einen spezifischen Sinn hat. Symptome oder „Störungen“ werden entsprechend als Lösungsversuche verstanden, die aber nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben. Folgerichtig begreifen wir „Problem-Verhaltensweisen“ und psychische Auffälligkeiten nicht als pathologische Entwicklungen, sondern als Versuch, eine schwierige Situation zu meistern. Damit unterscheidet sich die Systemische Therapie grundsätzlich in ihren Erklärungsansätzen von den anderen medizinischen und psychopathologischen Erklärungsmodellen.

Der Fokus systemischer Beratung und Therapie liegt auf dem Verstehen der Interaktions- und Kommunikationsmuster und deren Wirkung auf die Mitglieder eines Systems.

Ziel der systemischen Therapie ist es, dass es dem Klienten gelingt, durch das Verstehen seiner vorliegenden Interaktionsmuster/Verhaltensweisen, eine neue erweiterte Perspektiven einzunehmen und somit  neue Handlungsfähigkeiten zu entwickeln.

Dabei gibt es mitlerweile eine Vielzahl methodischer Ansätze (hier finden Sie weitere Infos zu IFS und systemische Visualisierungsmethoden).

Systemische Konzepte und therapeutische Ansätze finden sich in den Bereichen:

Während die systemische Therapie in der Bundesrepublik noch nicht als Kassenverfahren zugelassen ist und nicht über die Krankenkasse abgerechnet werden kann, ist sie in Österreich und in der Schweiz bereits Teil der gesundheitlichen Regelversorgung.